Wahrheit

Bewehrt mit Stahl scheint mir mein Wille
Eins mit dem Recht dünkt mir der Geist,
Der mich im Sturm leutsel´ger Stille
Die eigne Ansicht pred´gen heißt.

Man meint es gut, will´s nicht verderben
Spricht auch der Sache wohl zu Ruhm,
Bleibt aber Spott den brand´gen Kerben
Um die es Andern ist zu tun.

Nicht selten meint man´s ehrlich gut
Und handelt dennoch dem zuwider,
Was uns durchdringt in Geist und Blut
Erreicht doch spärlich oft die Glieder!

Drum sprich nicht Ihm von Wahrheit bloß
Sei Du mit Deiner, doch nur in Seiner groß.