Vom Krieg

Diesen Abend ist ein großes Fest,
der Herr hat eingeladen.
Im Dorfe unten ist die Pest
Und Tote werden fortgetragen.

Mit Musik und Tanz und Gaumenschmaus
wird droben noch die Nacht zum Tage.
Und hier löscht man die Lichter aus,
verhüllte Spiegel werfen schwarze Klage.

Das Fest es rauscht mit Sternenglanz
allein ein Kind blickt durch das stumme Fenster,
den tausendfachen Totentanz
umringen unter ihm Gespenster.

Die Mutter spricht: Schau´ nicht hinauf!
Denn unten ist doch oben allzuhauf - in Deiner Seele.