Sehnsucht II

Das Licht bleibt fern dem neuen Tag
Und Wehmut weht durch waches Wähnen,
Was Träumen nicht mehr stillen mag
Täuscht selbst sich nur in neuen Tränen.

Das einstig schon so nahe schien
Ist nun verborgener als je,
Und Morgen kommen nur zu flieh´n
Des nächtelangen Sehnens Weh.

Verloren sei, was nie gewonnen,
Vergebens gar, was wohl bemüht.
Hat noch der Frühling nicht begonnen
Dünkt mir mein Glück doch schon verblüht.

Und Leben muss auch Sterben gleichsam sein;
So Liebe find´ ich nicht, bin ich allein.