Tagtraum

Ein Tagtraum drängt mich Dir entgegen
Der Dich erschafft und mich verhüllt,
Mag nur in warmes Sehnen weben
Das Herz, das jetzt kein Schlag erfüllt.

Von Gold umwogt seh´ ich Dein Haupt
Ein Netz von Schnee gleich deckt die Wangen,
Der Anmut Leib, durch Kunst so unberaubt,
Bleibt klar und stark, das Lächeln unbefangen.

Der Augen Glanz zwei freche Sterne,
Darum, die Tiefe wohl von heil´gen Brunnen,
Dort nun, in dieser nächsten Ferne,
Wird gar vor Gott sein Werk besungen!

Doch Deine Liebe bleibt Verlockung nur,
Denn Perlen sind wir nicht von einer Schnur.